|
Vorbereitet für den Ernstfall Während der vergangenen Woche haben sich zwei Ersteinsatzformationen der Zivilschutzorganisation Jungfrau am Rugen in einem umfassenden Wiederholungskurs auf mögliche Einsätze nach Grossereignissen vorbereitet. Zum Schutz der Bevölkerung nach Murgängen, Lawinenniedergang, Überflutungen oder Orkanstürmen hält die Zivilschutzorganisation Jungfrau auf dem Bödeli zwei gut ausgerüstete Pionier-Einsatzzüge in Bereitschaft. Diese können bei Bedarf innerhalb von drei Stunden für Sicherungs- und Räumungsarbeiten eingesetzt werden. Um die für den Einsatz notwendigen Kenntnisse und Handgriffe sofort verfügbar zu haben, absolvieren die eingeteilten Pioniere jährlich einen zweitägigen Wiederholungskurs. Letzte Woche mussten die zwei Formationen Bödeli 1 und Bödeli 2 zu diesem Zweck im Rugen oberhalb Interlaken schwere Lasten heben und verschieben, Holz bearbeiten und Sicherheitsüberlegungen anstellen. Während bei der Seilarbeit die eigene Sicherheit und das Vorgehen bei Rettungen im Zentrum der Fallbeispiele standen, musste beim Transport von Baumstämmen und Anheben von Felsblöcken zusätzlich der zu bewegenden Last grosse Aufmerksamkeit geschenkt werden. Das korrekte Beurteilen einer Situation und das Sammeln von Erfahrungen zum Schutz vor Selbstunfällen waren die Hauptlernziele bei Anwendungen rund um die Motorsäge. Das Ausführen verschiedener Schnitte kommt nun auch der Bevölkerung zu Gute: Im Rahmen des Zivilschutz-Einsatzes wurden alte Einrichtungen am Grillplatz beim "Chlousbrunne2 erneuert und zusätzliche Sitzgelegenheiten im Rugen geschaffen. Bei einer Abschlussübung mussten die vorgängig erarbeiteten und geübten Vorgehensweisen in kleinen Gruppen zur Lösung vorgegebener Aufgaben eingesetzt werden, bevor schliesslich der "Brätliplatz" eingeweiht werden durfte.
Hier finden Sie mehr Fotos zum WK der Einsatzformationen Bödeli 1 + 2. |






